Perle werden.

In der Auseinandersetzungslosigkeit mit der Welt liegt ein menschliches Verkommen. Und jede Form der entsagten Liebe lässt das Herz in diese Bucht treiben. Wellen überschlagen sich. Bis irgendwann Ebbe und Flut alle zerbrechlich gewordenen Ufer zerstören. Bis irgendwann der Schaum jeder Welle weh tut. Ein Sichverbergen in der kleinsten Muschel des Meeres nützt da auch nichts. Ein Sandwerden ist unmöglich gemacht. Eine Stimme von ganz oben jagt: „Du musst weiterexistieren!“
– Na gut.

Jetzt ist es an der Zeit, Perle zu werden. Und der Welt und den Wellen standzuhalten. Kraftvoll, stark und elegant.

Rein

„…Es nützt vielleicht nichts, daß ich nun auf Ihre einzelnen Worte eingehe; denn was ich über Ihre Neigung zum Zweifel sagen könnte oder über Ihr Unvermögen, das äußere und innere Leben in Einklang zu bringen, oder über alles, was Sie sonst bedrängt -: es ist immer das, was ich schon gesagt habe: immer der Wunsch, Sie möchten Geduld genug in sich finden, zu ertragen, und Einfalt genug, zu glauben; Sie möchten mehr und mehr Vertrauen gewinnen zu dem, was schwer ist, und zu Ihrer Einsamkeit unter den anderen. Und im übrigen lassen Sie sich das Leben geschehen. Glauben Sie mir: das Leben hat recht, auf alle Fälle. Und von den Gefühlen: Rein sind alle Gefühle, die Sie zusammenfassen und aufheben; unrein ist das Gefühl, das nur eine Seite Ihres Wesens erfaßt und Sie so verzerrt…“

– Rilke

ibrahim’in rüyası.

Bir Berlin ikindisi. Yazdan kalan büyük kırıntılar uçuyor, gökyüzünde ve masmavi. Ağaçlar hâlâ sabırlı. Bir takım ağlatıcılardan sonra, hayatta olduğumu hatırlamak adına pencereden baktım. Kır saçlı bir baba ergen tombul oğluyla arabalarını tamir ediyor. Babanın elinde sigarası, bir duman aldı. Kalanı boşluğa yükseldi. Oğlan karasaçlı ve itaatkar. „Sizin de bu manzarayı görmeye hakkınız var“, dedim ve kuşlarımı pencere önüne bıraktım.

Ellerim titriyor.

Dinleyelim:

Orange Blossom – Ya Sidi

brennen

Tinte, Blut und Stufen. Überholen, übersehen, überleben. Es gibt Räume, die sind uns zu eng. Es gibt Zeiten, da sind wir raumlos. Überholt, übersehen und überlebt. Liebe, Frucht und Jahreszeiten. Vergangen, versagt, verbrannt.

Das Nicht-Zugewendete sein lassen ist viel schwieriger als gedacht, gewusst und erhofft.

Ich brenne. Licht, Feuer und Atemnot.
Du verbrennst. Asche, Lieder und Kältetod.
Vergangen, versagt, verbrannt.

yakarış

Mor, kırmızı ve bazı başka renkler
Uçan ve dinmeyen şeyler
Yangın, buyruk ve seramik
Eşya bile merkezinde
Kulağımda acıtan sesler
Kimin yerleşkesi iç sıkıntım
Kimin yurdu göz bebeğimdeki karanlık

Benim masalımda dünya kocaman bir balon
Patlayacak bir gün her şey
Mor, kırmızı ve yangın rengine
Eşya bile merkezinde
Benim kalbim hafif eğri ve asimetrik
Uçan ve dinmeyen şeyler
Elbet bir gün patlayacak balon
Ve kırılacak seramik sözlük

Şüphem yok Tanrım.
Sadece biraz yorgun ve sabırsızım.
Yaratır mısın bana beni
daha az yorgun ve daha sabırlı?

in memoriam vivimus

Alles ist so flüchtig.

Liebe, Frucht und Jahreszeiten.

Einst, da war ich ein junges Knabenblütenmädchen, und meine Hoffnung war lebendig wie ein reifer Baum, aß ich an einem Sommertag Pflaumen. Pflaumen, die zum Todesjahrestag meines Opas in einem abgelegenen Dorf in der Türkei verteilt wurden. Den Geschmack habe ich nie vergessen. Es waren die besten Pflaumen, die ich je aß. Tragik, Trauer und Andenken, die Freude der ehrfürchtigen Erinnerung, Tränen des Verlustes und liebevolle Umarmungen mit den Noch-Lebenden, sie alle waren in dem Geschmack dieser Frucht vereint.

Daran musste ich eben denken, an den Tag der Pflaume, und an das Grabmal meines Großvaters, den ich sah und mit dem ich doch niemals wirklich sprach; als ich gerade eben, mitten in der Nacht, um 04:16 Uhr, zeitlich weit entfernt von jenem Tag, die Hoffnung nun in der Brust schmerzend, das Alter sich überholend, zwei Pflaumen aß. Mitten in der Nacht, ganz alleine, in Pyjama, im Wohnzimmer saß und darüber nachdenken musste, wie unbegreiflich flüchtig doch der Mensch ist.. Mancher mehr als der andere.

Ich
möchte nicht fliehen.
Ich will gehen können.
Weg- und hingehen.
Und mitnehmen.

Liebe, Frucht und Jahreszeiten..